Um Pyramiden zu besichtigen muss der Europäer nicht mehr den Kontinent in Richtung Ägypten oder speziell Mexiko verlassen, sondern kann diese sechs den mexikanischen Pyramiden der Maya und Azteken sehr ähnlich sehenden und auf einem rechteckigen Grundriss basierenden Pyramiden innerhalb weniger Stunden bei Güímar an der Ostküste der spanischen Kanareninsel Teneriffa besuchen.
Dabei schenkte man den Pyramiden lange Zeit keine Aufmerksamkeit und riss sie in der Annahme, es handele sich um einfache Steinhaufen, ab. Von den ursprünglich neun Pyramiden gibt es heute nur noch sechs, die seit 1998 für Besucher auf einer Fläche von 65.000 Quadratmetern zugänglich sind.
Zur Aufdeckung der Geschichte dieser Gebäude trug maßgeblich der Norweger Thor Heyerdahl bei, der sich dieser erstmals 1991 annahm. Hauptsächlich zur Sommer- und Wintersonnenwende kann man von den Pyramiden so manche Naturschauspiele wie etwa einen zweifachen Sonnenuntergang beobachten. Dazu blickt man bei Sonnenuntergang am Tag der Sommersonnenwende von der höchsten Pyramide auf die benachbarten Berge, wo die Sonne erst hinter der Spitze des einen untergeht und kurz darauf noch einmal erscheint, um dann hinter einem daneben stehenden Berg endgültig unter zu gehen.
Nach Heyerdahl könnte Teneriffa, das vor einigen Jahrhunderten noch Canaria hieß, ein wichtiger Stützpunkt des Schiffverkehrs zwischen dem Mittelmeerraum und Amerika gewesen sein, denn in der Tat führt die schnellste Route an den Kanaren vorbei und wurde schon von Kolumbus genutzt.
Sollten Sie sich einmal in einer Ferienwohnung auf Teneriffa niederlassen und mehr über die kanarischen Pyramiden erfahren oder die noch oft vorhandenen traditionellen Gebäude wie die Kirche Iglesia del Convento de Santo Domingo besichtigen wollen, schauen Sie doch einmal in Güímar vorbei!
Ein Beitrag von Andreas Mettler

















