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google maps marker Pisa und der schiefe Turm

Geschrieben von FrankW 1352 Tage zuvor


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Die Stadt Pisa liegt nahe der Mündung des Arno in die Ligurische See in Italiens schönster Region, der Toskana, beziehungsweise Toscana wie es italienisch richtig heißt. Die Stadt hat ca. 90.000 Einwohner und ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz Pisa. Pisas Stadtzentrum erstreckt sich über vier historische Stadtviertel, vom Bahnhof im Süden bis zur Piazza dei Miracoli (Platz der Wunder) im Norden. Auf diesem Platz steht auch Pisas Wahrzeichen, der Schiefe Turm von Pisa. Er ist das wohl bekannteste schiefe Gebäude der Welt überhaupt.

Der Schiefe Turm von Pisa war als freistehender Glockenturm (Campanile) für den Dom von Pisa gedacht. Doch schon wenige Jahre nach Baubeginn im Jahre 1173, es waren gerade erst die unteren drei Stockwerke fertig geworden, bekam der Turm eine Schräglage Richtung Südosten, weil der Boden unter dem Fundament nachgab (Grundbruch). Daraufhin wurde der bau am Turm für rund 100 Jahre stillgelegt. Anschließend bauten die neuen Bauherren die nächsten vier Stockwerke in gegengesetzter Schräglage. So wollten sie die bereits bestehende Schieflage auszugleichen. Doch daraufhin musste der Bau erneut unterbrochen werden. Insgesamt dauerte es dann 200 Jahre bis der Turm endlich fertig gestellt war. Doch auch nach Bauende hörte er nicht auf zu sinken. Seine sieben Glocken durften deshalb über einen langen Zeitraum wegen Einsturzgefahr nicht einmal läuten. Die Schieflage wird dadurch verursacht, dass der Turm buchstäblich auf Sand beziehungsweise auf Sand und lehmigen Morast gebaut wurde, der sich unter dem Gewicht des Turms ständig weiter verformt.
Da die Lehmschicht aber nicht gleichmäßig mächtig ist, sondern nach Süden, in Richtung der Turmneigung dicker wird, sinkt der Turm hier schneller ein. 1918 erreicht er einen Überhang von 5,1 Metern. 1990 musste der Turm dann schließlich für Besucher gesperrt werden, die Schräglage wurde zu gefährlich. Zwölf Jahre dauerten dann anschließend die vielfältigen Sanierungsmaßnahmen bei denen der Turm unter anderem durch Stahlreifen und tonnenweise ins Fundament eingelagerte Bleibarren gesichert wurde. Nach unzähligen misslungenen Versuchen konnte der Turm tatsächlich auch wieder etwas aufgerichtet werden und ist jetzt wieder so schief wie vor etwa 250 Jahren. Das aber reicht aus, um ihn vor dem Umfallen zu bewahren, und deshalb ist seit 2001 ist auch wieder Publikum in kleine Gruppen zugelassen. ?
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Ein Reisebericht von Andreas Mettler
Bewertung : 8 + Bewerten Kategorie : Europa

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